Gesundheitsvorsorge – HIV Neuinfektionen weitgehend stabil

27. Mai 2009 von vorsorger  
Kategorie Gesundheitsvorsorge

hivWas ist HIV?

Das Humane Immundefizienz-Virus, kurz HIV, ist ein Virus das nach einer Inkubationszeit zu AIDS führt, einer derzeit noch unheilbaren Immunschwächekrankheit.
Es wird durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten wie Blut, Sperma, Vaginalsekret, Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit und Muttermilch übertragen. Bluttransfusionen waren früher auch eine mögliche Infektionsquelle. Doch seit Anfang 2002 werden in Deutschland alle Blutspenden auch auf die Anwesendheit des PCR (Polymerase Chain Reaction) Virus getestet. Das Risiko einer Infektion bei einer Schwangerschaft ohne Behandlung liegt in etwa bei 15 bis 30 Prozent.

Wo können HIV-Tests durchgeführt werden?

Wir alle sollten über die Risiken von HIV bescheid wissen und wie hoch die Ansteckungsgefahr ist. Denn was gibt es schlimmeres als nach einem Test erfahren zu müssen, dass man sich infiziert hat?!
Solche Tests kann man schnell und einfach bei AIDS-Beratungsstellen oder Gesundheitsämtern durchführen lassen. Erst kürzlich warnte das baden-württembergische Sozialministerium vor HIV-Internet-Schnellstests. Beim angebotenen HIV-Bluttest „ImmunoCheck HIV 1 & HIV 2 Rapid Test” konnte nicht sichergestellt werden, dass dieser auch zu einem verlässlichen Ergebnis führe. In Europa müssen nämlich solche Tests ein CE-Kennzeichen für Medizinprodukte haben, bevor sie verkauft und angewendet werden dürfen.

HIV-Neuinfektionen weitgehend stabil

Eine erfreuliche Meldung konnte das Robert-Koch-Institut jetzt mitteilen. In Deutschland ist seit 2001 die Zahl der HIV-Neuinfektionen erstmals beständig geblieben. Nach wie vor ist der Hauptinfektionsweg Sex zwischen Männern (65 Prozent). Die Benutzung von Kondomen ist aber mehr verbreitet denn je, so dass das Gesundheitsministerium die Mittel für eine Vorbeugung im kommenden Jahr aufstockt. Zurückzuführen ist dies nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf ein verbessertes Schutzverhalten der Deutschen. So wurde auch im vergangenen Jahr ein neuer Verkaufsrekord (215 Millionen) von Kondomen aufgestellt.
Der Kampf ist jedoch noch nicht gewonnen. Er muss gerade jetzt erst weitergeführt werden um eine weitere HIV-Ausbreitung zu stoppen. Nicht nur im eigenen Sinne sondern auch im Interesse der Bevölkerung.
Unterstützung erhält Deutschland nicht nur vom Bundesgesundheitsministerium, sondern auch vom Verband der privaten Krankenversicherung für die AIDS-Prävention.

Verspricht Grüner Tee Abhilfe?

Eine Wissenschaftlerin, Ilona Hauber vom Heinrich-Pette-Institut in Hamburg, hat kürzlich herausgefunden, dass in grünem Tee eine Substanz enthalten ist, die einen wirksamen Schutz bietet vor der Ansteckung mit AIDS-Erregern. Der Teewirkstoff (EGCG) verhindert die Bildung von Fibrillen und baut vorhandene SEVI binnen mehrerer Stunden ab. Nun darf man aber nicht falsche Schlüsse daraus ziehen. Wer glaubt, dass man durch viel Trinken von grünem Tee vor HIV geschützt ist, hat sich getäuscht. Der Wirkstoff EGCG muss in größerer Menge mit Samen in Berührung kommen. Die Wissenschaftlerin ist der Ansicht, dass für den afrikanischen Markt, wo AIDS noch ein größeres Thema ist als in Deutschland, eine verbesserte Variante der Vaginalcreme als kostengünstige Prophylaxe sehr sinnvoll erscheint.

Quelle: Welt Online / Focus Online
Bild: © by Gerd Altmann geralt Frank C. Moore AIDS Schleife / Pixelio