Ohne Krankenversicherung
5. April 2006 von vorsorger
Kategorie Vorsorge & Versicherung
Laut ZDF WISO sind in Deutschland etwa 300 000 Menschen nicht krankenversichert. Erwerbstätige sind meist pflichtversichert und ihre Kinder und nicht angestellten Partner sind mit abgesichert. Doch es gibt Bevölkerungsgruppen, die durch das Netz fallen und für jeden Arztbesuch Geld auf den Tisch legen müssen. Das können Studenten sein, die sich sobald sie über 30 Jahre alt sind oder mehr als 14 Semester studieren, selbst versichern müssen. Dieser freiwillige Versicherungsschutz entfällt, sobald ein Student drei Monatsbeiträge nicht bezahlt hat. Dann gibt es für den Wiedereintritt nur eine begrenzte Frist, danach wird es kompliziert, wieder in eine Krankenversicherung zu kommen. Einziger Ausweg: sobald ein Student ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis eingeht und unterhalb der Einkommensgrenze für Pflichtversicherungen liegt, ist er wieder Mitglied einer Krankenkasse.
In einer sehr schwierigen Situation befinden sich Menschen, die älter als 55 Jahre sind und den Krankenversicherungsschutz verloren haben. Sie machen unter den Nichtversicherten den größten Anteil aus. Hier ist die Wahrscheinlichkeit, noch in ein versicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis zu kommen, weniger hoch. Meist sind es selbständig arbeitende oder gringfügig Beschäftigte, die keine Krankenversicherung haben. Oft können sie sich die Beiträge nicht leisten.
Wichtig ist es, nachdem der gesetzliche Versicherungsschutz weg ist, schnell zu handeln. Innerhalb von drei Monaten muss man sich neu freiwillig versichern, denn Krankenversicherung nehmen das Einhaltung von Fristen sehr genau. Sobald die Frist abgelaufen ist, sind sie nicht verpflichtet, denjenigen wieder aufzunehmen. Betroffene haben meist schon viele Gänge zu Sozialamt und Krankenkassen hinter sich, weil sie Arzt- oder Krankenhauskosten nicht selbst tragen können.
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