Geld, Recht und Versicherungen – Online-Abschluss oder Makler zu Rate ziehen
14. Juli 2010 von vorsorger
Kategorie Vorsorge & Versicherung
Makler sind Vermittler einer Gelegenheit, wie zum Beispiel von Immobilien oder Versicherungen, zum Abschluss von Verträgen. Soweit so gut!? Im Gegenteil hierzulande haben Versicherungsvertreter eher ein schlechtes Image. Eine Vielzahl der Deutschen ist der Ansicht, dass Versicherungsvertreter dazu da sind Interessenten „über das Ohr zu hauen“. Daher entscheiden sich viele auch gegen einen Makler und ziehen ihr Ding alleine durch. Was aber leider auch schief gehen kann, wenn das Kleingedruckte nicht richtig verstanden wird und sich dadurch weitere Probleme ergeben.
Geld sparen ist nicht immer nur zum Vorteil der Verbraucher. So scheint es zumindest, wenn es um den Abschluss von wichtigen und langfristigen Versicherungen geht. Es gibt zwar eine Reihe von Versicherungen die keine persönliche Beratung erfordern, wie KfZ-Versicherung, Reise- oder Hausratsversicherungen, aber wie schon erwähnt sollten Längerfristige wie Altersvorsorge, Berufsunfähigkeitsversicherungen oder Kapitalbildende Lebensversicherungen mit einem Makler abgeschlossen werden. Für alle anderen bieten Online-Versicherungen eine gute Wahl, wenn man sich vorher intensiv mit dem Thema beschäftigt hat. Grob gesagt: beratungsintensive Versicherungen bedürfen die Hilfe eines Maklers und vielfach bekannte Versicherungen können ruhig online abgeschlossen werden.
Adressen findet man relativ schnell im Internet, auch für die unterschiedlichsten Städte: Beispielsweise Makler in und um Duisburg findet man hier.
Vor- und Nachteile einer Online-Versicherung
Vorteile
- Preiswerter da keine Provision gezahlt werden muss.
- Keine Rücksicht auf Bürozeiten.
Nachteile
- Keine Hilfe beim Ausfüllen eines Schadenformulars.
- Man sollte die unterschiedlichsten Beratungsmodelle kennen.
Vor- und Nachteile eines Maklers
Vorteile
- Unterstützung beim Vertragsabschluss.
- Geringe Vorbereitungszeit. Makler sollten jede Frage beantworten können.
Nachteile
- Makler erhält Provision bei Vertragsabschluss.
- Man ist an Sprechstunden des Maklers gebunden.
Weitere Informationen bieten das Portal der Verbraucherzentrale, aber auch der Bund der Versicherten.
Bild: © Thorben Wengert/Pixelio.de
Werden Versicherungen die neuen Banken?
3. Mai 2010 von vorsorger
Kategorie Vorsorge & Versicherung
In einem Zeitalter wo sich jedermann schon sehr genau überlegen muss, welche Versicherungen man abschließt und vor allen Dingen bei welchem Versicherer man seine Versicherung abschließt.
Ein guter (und neutraler) Versicherungsberater des Vertrauens ist da sicherlich schon mal nicht die schlechteste Wahl. Da sich der Trend abzuzeichnen scheint, dass Anleger nach Ablauf einer Lebensversicherungspolice sich nicht dafür entscheiden beim selben Anbieter eine Wiedereinlage der Summe zu tätigen, müssen die Versicherer zunehmend alternative und gleichzeitig für den Kunden attraktive Produkte anzubieten.
Die ERGO Direkt bedient mit Ihrem Produkt MAXI-Zins Monatsgeldanlage eine dankbare Nische und reagiert auf eine vermehrte Popularität, sein Geld relativ zinssicher, aber dennoch mit deutlich kundenfreundlichen Leistungsumfängen. So sind an die Angebote der MAXI-ZINS Geldanlage keinerlei Gebühren gebunden und der Kunde hat alle Vorteile einer flexiblen Anlage: so kann der Anleger Guthaben jeweils zum Monatsende abrufen. Auch die Laufzeiten sind relativ flexibel gestaltet. Nach einer Mindestablaufzeit von einem Monat und einer anfänglichen Mindesteinzahlungen von 500 Euro ist es dem Kunden überlassen, wie viel und wie regelmäßig er auf seine Anlage einzahlt. Ab einem Betrag von 50 Euro sind alle höher angelegten Zahlungen möglich, entweder individuell je nach Bedarf oder in Form einer monatlichen Sparrate. Die ERGO Direkt garantiert dabei einen festen Zinssatz für jeweils ein Quartal, momentan sind es 2,0 Prozent in diesem Quartal (Q2/2010). Sofern keiner der beiden Vertragspartner kündigt, verlängert sich die Monatsgeldanlage jeweils um ein Quartal.
Fazit: man hat als Anleger also bei dem MAXI-ZINS Produkt den Vorteil, eine sichere Verzinsung UND eine gewisse Liquidität jederzeit zu haben. Solange der Restbetrag der Anlage die 500 Euro nicht unterschreitet, wird das Konto fortgeführt.
So haben Versicherer wie die ERGO Direkt sich mit lukrativen Festgeldanlagen ein gutes Nebengeschäft aufgebaut, das den schwächelnden bzw. stagnierenden Lebensversicherungsmarkt ein wenig zu kompensieren vermag.
Die ERGO Direkt Versicherungen sind übrigens mit über 4,3 Millionen Kunden der meistgewählte deutsche Direktversicherer. Das Versicherungs-Unternehmen ist auf einfache und leicht verständliche Produkte spezialisiert, die zum Standardbedarf vieler Privathaushalte gehören wie beispielsweise Zahnzusatzversicherungen, Pflegetagegeldversicherungen, die Risikolebensversicherung sowie die Sterbegeldabsicherung.
Bild: © by Rainer Sturm/Pixelio.de
Zahnzusatzversicherung ein Muss?
26. Oktober 2009 von vorsorger
Kategorie Vorsorge & Versicherung
Unsere Zähne begleiten uns ein Leben lang. Ohne sie könnten wir unsere Nahrung nicht aufnehmen und zerkleinern. Und wären ohne Zähne nicht dauerhaft überlebensfähig. Aus diesem Grund sollten wir besonders sorgvoll mit ihnen umgehen. Sie täglich, am besten nach jeder Mahlzeit, hegen und pflegen.
Im Jahr 1990 beschloss eine Gruppe der Zahnärzteschaft und Krankenkassen sich einmal im Jahr bundesweit dem Thema Mundgesundheit zu widmen und entsprechende Maßnahmen und Aktionen durchzuführen. Dieser Tag – Tag der Zahngesundheit – wurde auf den 25. September der nun kommenden Jahre gelegt.
Wie steht es denn nun um unsere Zähne? Gibt es Unterstützung von den Krankenkassen in Form einer Zahnzusatzversicherung oder ähnlichem? Wie sinnvoll ist eine Zahnzusatzversicherung? Was empfehlen Zahnärzte um Karies und Paradontis nicht erst entstehen zu lassen bzw. diese zu bekämpfen? Im folgenden ein paar Antworten zu den Fragen.
Was ist eine Zahnzusatzversicherung?
Neben der normalen Krankenversicherung können wir Bürger eine private Zahnzusatzversicherung abschließen. Alle Kosten die über denen einer normalen Zahnbehandlung liegen werden von der Zahnzusatzversicherung abgedeckt. Muss dem Patient beispielsweise ein Zahn ersetzt werden, so kann die Versicherung dies bezuschussen. Manche private Zahnzusatzversicherungen bezuschussen den Zahnersatz voll. Es gibt aber auch solche Versicherungen, die den Zuschuss der Krankenversicherung einfach verdoppeln. Allerdings sollte man vorher die Angebote auf Leistungen und Prämien hin genau vergleichen um dann das bestmögliche Angebot abzuschließen.
Wer eine Zahnzusatzversicherung abschließt, muss die Kosten dafür selber übernehmen. Eine Bezuschussung seitens des Arbeitgebers kann nicht erwartet werden. Der Vorteil zur Wahl der richtigen Zahnzusatzversicherung zeigt sich darin, dass diese auch eine jährliche, gründliche und professionelle Zahnreinigung übernimmt. Die Selbstbeteiligung bei Zahnersatz dürfte in der Regel weitaus geringer ausfallen als ohne Zahnzusatzversicherung.
In der Vergangenheit gab es wohl schon schlechte Erfahrungen. Daher hat man die Wartezeit auch bei Zahnzusatzversicherungen eingeführt, um zu verhindern, dass Kunden die ein konkretes Zahnproblem haben, die Kosten durch die Versicherung decken zu lassen. Innerhalb dieser Wartezeit darf sich der Kunde keine Behandlungskosten vom Zahnarzt zu “schulden” kommen lassen. Es gibt aber wohl auch Ausnahmen. Am besten fragt man hier bei der eigenen Krankenkasse, egal ob gesetzlich oder privat, nach. Dank einiger Kooperationen bieten Krankenkassen die Möglichkeit, Zahnzusatzversicherungen auch ohne Wartezeit abzuschliessen.
Was empfehlen Zahnärzt zur Vorsorge?
Die Gesellschaft für Präventive Zahnheilkunde (GPZ) führt anlässlich des “Tages der Zahngesundheit” ein offizielles Siegel “Empfohlen von Experten” für anerkannt wirksame Produkte zur häuslichen Vorsorge ein. Einen Orden erhielten dabei die fortschrittlichen Produkte von Oral-B und blend-a-med!
Die Erkrankungen von Paradontitis, neben Karies, sind noch immer die häufigste Ursache von Zahnverlust und beeinträchtigen dadurch auch den Allgemeingesundheitszustand wie z. B. die Förderung von Frühgeburten, Zuckerkrankehiten oder Herzerkrankungen. Schon eine regelrechte Anwendung der oben genannten Produkte mit dem Siegel, reichen aus um die Mundgesundheit nachweislich zu fördern. Die Produkte stellen den derzeitgen Stand der Forschung für eine effiziente und sicher Mundpflege für zuhause dar.
Im Bereich der richtigen Mundhygiene darf die entsprechende Zahnbürste auch nicht fehlen. Hier wird die elektrische Zahnbürste von Oral-B – vom Einsteigermodell bis zur Premium-Ausführung – empfohlen. Die “rotierend-oszillierenden” Reiningungs-Technologien sind hier klar im Vorteil, ersetzen aber nicht den zusätzlich empfohlenen Einsatz von Zahnseide, beispielsweise von Oral-B.
Weitere Informationen zu den Pflegemitteln der beiden renommierten Marken, wie zum Beispiel Handzahnbürsten, Mundspüllösungen oder spezielle Produkte für Kinder und Prothesenträger, finden Sie bei www.medicalpress.de.
Bilder: © by Oral-B
Wie sind die Deutschen versichert?
3. April 2009 von vorsorger
Kategorie Vorsorge & Versicherung
Stellen Sie sich vor: Sie sind bei Freunden eingeladen und durch einen dummen Zufall fällt ihnen ein wertvoller Gegenstand aus der Hand. Der Freund besteht auf Schadenersatz, da es ein Andenken aus einem anderen Land und an eine schöne Zeit war.
Wenn Sie nun zu den Menschen zählen, die eine private Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben, dann dürfte Sie das wenig kosten. Lediglich der Schriftverkehr mit der Versicherung. Die private Haftpflichtversicherung ist eine der wichtigsten Versicherungen und trotzdem besitzen nur knapp dreiviertel Prozent der deutschen Haushalte eine solche Police.
Im ganzen Versicherungsdschungel kann man schon leicht den Überblick verlieren, was wichtig ist und was eher nebensächlich ist. Sicher ist auf jeden Fall, dass es für jedes Risiko eine finanzielle Absicherung gibt.
Für Familien mit Kindern ist es oft schwierig sich „richtig” zu versichern. So haben die Deutschen insgesamt knapp 440 Millionen Versicherungsverträge abgeschlossen, die aber leider falsch sind und zu teuer bezahlt werden. Dabei könnten Versicherte grundsätzlich 30 Prozent ihrer Beiträge, bei gleichem Schutz, einsparen.
FOCUS-SCHULE hat die wichtigsten Policen für Familien mit Kindern geprüft und bewertet, um so Familien aufzuzeigen, welche Versicherungen sich lohnen und welche nicht.
Ausbildungsversicherungen
Bewertung: überflüssig
Berufsunfähigkeit
Bewertung: sehr wichtig
Auslandskrankenversicherung
Bewertung: sinnvoll
Krankenversicherung
Bewertung: sehr wichtig
Hausratsversicherung (Hab und Gut)
Bewertung: sinnvoll
Personen- und Sachschäden
Insassen-Unfall
Bewertung: überflüssig
Personen- und Sachschäden
Bewertung: sehr wichtig
Risikolebensversicherung (Tod der Eltern)
Bewertung: sehr wichtig
Unfallversicherung (Unfall/Invalidität)
Bewertung: sehr wichtig
Zusatzversicherung Zähne/Zahnspange
Bewertung: sinnvoll
Quelle: FOCUS-SCHULE Nr. 2
Bild: © by Stephanie Hofschläger / Pixelio
Mehr Informationen zum Thema Versicherungen finden Sie hier:
www.focus.de/finanzen/versicherungen
www.bdv.info
www.vzbv.de
www.fss-online.de
www.check24.de
Ohne Krankenversicherung
5. April 2006 von vorsorger
Kategorie Vorsorge & Versicherung
Laut ZDF WISO sind in Deutschland etwa 300 000 Menschen nicht krankenversichert. Erwerbstätige sind meist pflichtversichert und ihre Kinder und nicht angestellten Partner sind mit abgesichert. Doch es gibt Bevölkerungsgruppen, die durch das Netz fallen und für jeden Arztbesuch Geld auf den Tisch legen müssen. Das können Studenten sein, die sich sobald sie über 30 Jahre alt sind oder mehr als 14 Semester studieren, selbst versichern müssen. Dieser freiwillige Versicherungsschutz entfällt, sobald ein Student drei Monatsbeiträge nicht bezahlt hat. Dann gibt es für den Wiedereintritt nur eine begrenzte Frist, danach wird es kompliziert, wieder in eine Krankenversicherung zu kommen. Einziger Ausweg: sobald ein Student ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis eingeht und unterhalb der Einkommensgrenze für Pflichtversicherungen liegt, ist er wieder Mitglied einer Krankenkasse.
In einer sehr schwierigen Situation befinden sich Menschen, die älter als 55 Jahre sind und den Krankenversicherungsschutz verloren haben. Sie machen unter den Nichtversicherten den größten Anteil aus. Hier ist die Wahrscheinlichkeit, noch in ein versicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis zu kommen, weniger hoch. Meist sind es selbständig arbeitende oder gringfügig Beschäftigte, die keine Krankenversicherung haben. Oft können sie sich die Beiträge nicht leisten.
Wichtig ist es, nachdem der gesetzliche Versicherungsschutz weg ist, schnell zu handeln. Innerhalb von drei Monaten muss man sich neu freiwillig versichern, denn Krankenversicherung nehmen das Einhaltung von Fristen sehr genau. Sobald die Frist abgelaufen ist, sind sie nicht verpflichtet, denjenigen wieder aufzunehmen. Betroffene haben meist schon viele Gänge zu Sozialamt und Krankenkassen hinter sich, weil sie Arzt- oder Krankenhauskosten nicht selbst tragen können.
Bild: © by Verena N. / Pixelio
Basics für Studenten und Azubis
14. März 2006 von vorsorger
Kategorie Vorsorge & Versicherung
Viele Studenten und Auszubildende sind unterversichert. Wer mit Hilfe seiner alten Waschmaschine seine Wohngemeinschaft in eine mehr oder weniger idyllische Seenlandschaft verwandelt, muss anschließend tief in die Tasche greifen, hat er zuvor keine Haftpflichtversicherung abgeschlossen oder ist durch die Eltern versichert. Ungünstiger kann es bei einer Berufsunfähigkeit nach einem Unfall oder durch eine Krankheit werden. Nur wer mindestens 60 Monate in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat, kann Geld erwarten. Für ab 1961 Geborene allerdings nur dann, wenn sie weniger als drei Stunden am Tag arbeiten können. Dabei spielt die Ausbildung keine Rolle mehr, jede Arbeit ist zumutbar. Eine Alternative bieten private Arbeits- und Berufsunfähigkeitsversicherungen. Die Stiftung Warentest hat diese unter die Lupe genommen.
Im Test stellte sich heraus, dass die Hälfte der Anbieter die Versicherung schon als Berufsunfähigkeitsversicherung für den späteren Wunschberuf anbieten. Das würde bedeuten, dass ein Sportstudent seine Rente ausgezahlt bekommt, wenn er nach einer Rückenverletzung keinen Unterricht mehr geben kann. Er muss nicht auf andere Arbeitsmöglichkeiten ausweichen, wie bei einer Arbeitsunfähigkeitsversicherung. Letztere kann einen Sportlehrer verpflichten, sich seinen Lebensunterhalt als Verkäufer oder Pförtner zu verdienen. Bei den meisten Versicherern gibt es eine Maximalrente für Geringverdiener von 1000 Euro im Monat. Später, nach Berufseintritt, können Versicherte dann den Betrag erhöhen.
Bei der Haftpflichtversicherung unterscheiden die Versicherer nicht zwischen Student, Azubi oder Arbeitnehmer. Eigentlich sind erwachsene Kinder bis zum Ende ihrer Ausbildung bei ihren Eltern mit versichert – wenn diese eine Versicherung haben. Da jeder, der einem anderen Schaden zufügt, in unbegrenzter Höhe haftet, birgt es ein großes Risiko, unversichert zu sein. Die Studentin, die einem Fahrradfahrer über den Weg läuft und damit sein Hinfallen provoziert, muss für alle Folgekosten aufkommen. Da können sehr schnell einige Tausend Euro zusammen kommen. Deshalb ist es sinnvoll, sich die Mitversicherung bei den Eltern schriftlich von der Versicherung bestätigen zu lassen.
Bild: © by www.JenaFoto24.de / Pixelio
Es geht ihm besser
14. Februar 2006 von vorsorger
Kategorie Vorsorge & Versicherung
Schon vier Tage später, nach vielen verschlungenen Wahlmenüs und reichlich Fernsehserien konnte ich meinen gut erholten Freund aus seinem Privatzimmer im Krankenhaus abholen. Ihm war ein bisschen langweilig geworden, ansonsten ging es ihm ausgezeichnet. Der Mann war auch wieder stark genug, seine Reisetasche selbst zum Auto zu tragen. Mein Freund strahlte vor Glück, als er sich wieder aufs heimische Sofa legen konnte. Allerdings musste er schnell begreifen, dass ihm hier keine niedliche Krankenschwester mit braunen Kulleraugen das Essen ans Bett bringt. Auch hatte es keinerlei positive Folgen für seinen Bauch, als mein Freund begann Wahlmenü-Zettel zu basteln, auf denen er sein Lieblingsessen ankreuzte. Der harte Alltag hatte ihn wieder eingeholt. Vielleicht sollte er für heimische Zusatzleistungen etwas Geld springen lassen?
Ich will unbedingt nur noch als Privatpatientin ins Krankenhaus. Nach einem Blick ins Internet verabschiedete ich mich vom Traum vom computergesteuerten Hightechbett und Haut Cuisine. Die Zusatzversicherunge wäre für mich sehr teuer. Mir wurde klar, dass ich besser als Junge auf die Welt gekommen wäre. Dann hätte ich mich zum Discountpreis zusatzversichern können und wäre auch erster Klasse ins Krankenhaus gegangen. Was passiert eigentlich, wenn ich mich bei dem Versicherungsanbieter als Mann ausgebe? Ich weiß, dass wir Frauen für Krankenversicherungen viele Nachteile haben: Das Kinderkriegen gewöhnen wir uns langsam ab, aber wir wollen alt werden, sehr alt. Die Krankenversicherer wissen es kaum zu würdigen, dass wir Frauen im Durchschnitt gesünder leben. Wir wickeln uns nicht mit unserem Sportwagen um jeden Baum am Straßenrand und wir verschlingen weniger Würste und Spanferkel. Mein Freund ging erst zum Arzt, als die Zyste in seinem Hals ihm die Luft zum Atmen nahm. Jede Frau hätte früher gemerkt, dass das riesige Ding jeden Moment hätte platzen können. Ich werde für die Versicherung zum Mann. Zunächst schaffe ich mir den kaputten Cholesterinspiegel und dann die rücksichtslose Fahrweise an.
Erste Klasse ins Krankenhaus
9. Februar 2006 von vorsorger
Kategorie Vorsorge & Versicherung
Am Freitagabend klagte mein Freund über Halsschmerzen. Weil ich am Wochenende arbeiten musste, habe ich ihn erst abends gesehen. Und von Tag zu Tag wurde der Hals dicker. Er konnte nicht mehr Schlucken, nur leise quieken. Aber mein Freund wollte auf keinen Fall am Wochenende in die Notaufnahme. So haben wir bis montags gewartet bis die Arztpraxen wieder auf machten. Am Vormittag, mein Freund bekam auch keinen Quieker mehr aus seinem Hals gedrückt, knatterten wir mit meinem alten Golf zum Hals-Nasen- und Ohren-Arzt. Nach einer kurzen Wartezeit bei „Focus” und „Living at Home” (zum Glück ohne „Goldenes Blatt”) marschierte ich zusammen mit meinem stummen Freund ins Sprechzimmer. Schließlich musste ich für ihn reden. Es war wie im Zirkus: Der Doktor ließ lange Schläuche und Stangen in der Nase meines Freundes verschwinden. Der Mund ging fast gar nicht mehr auf. Relativ schnell fällte der Arzt sein Urteil. Mein Freund musste ins Krankenhaus, der Rachen wurde von einer dicken Zyste versperrt – schlecht, wenn man auf so etwas wie Atemluft angewiesen ist.
So kam es, dass wir den Montag damit verbrachten, nach Hause zu fahren, Garderobe einzupacken und dann ins Krankenhaus zu fahren. Nach etwa zwei weiteren Stunden in einem weiteren Wartezimmer ging alles plötzlich sehr schnell. Mein Freund bekam einen Zugang im Arm und dann half ich ihm beim Anziehen dieser niedlichen grünen Badehaube und dem Kittelchen, das hinten nur von einem Band gehalten wird. Immerhin ließen sie dem Armen die Unterhose. Schon kam der Chirurg, packte meinen Freund in ein Bett und schob ihn in den OP. Nach einer halben Stunde in Vollnarkose war alles vorbei und ein Wunder war geschehen: Mein Freund konnte nach zwei Tagen endlich wieder etwas sagen, (so richtig laut quieken meine ich). Das Schöne: Weil sämtliche Kassenpatientenzimmer belegt waren, bekam mein Freund ein Privatzimmer. Mit schickem eigenem Bad, Hightech-Betten, Kabelfernsehen, Kühlschrank, Safe und Musikprogramm per Kopfhörer. Die Bettwäsche war farbig auf die Vorhänge abgestimmt und es gab eine gemütliche Ecke mit Tisch und Stühlen. Ich ließ an diesem Abend einen Freund mit breitem Grinsen auf dem Gesicht zurück, der auf einem tollen Bett sitzend, die Simpsons im Fernsehen sah und dazu sein Wahlmenü aß.
Beim Anblick der Kassenpatientenzimmer habe ich beschlossen, mir eine private Zusatzversicherung zu meiner Gesetzlichen zu besorgen. Ich glaube, es ist kein Problem, ein paar Tage in einem einfachen Zimmer zu verbringen. Aber krank vielleicht wochen- oder monatelang in solch einem Zimmer? Da will ich lieber Privatpatient sein.
Das Problem Arbeitslosigkeit
31. Januar 2006 von vorsorger
Kategorie Vorsorge & Versicherung
Und wieder hat unser Land ein Problem: Die Zahl der Arbeitslosen ist auf über fünf Millionen gestiegen. Dabei hatten wir uns schon gefreut, weil der erwartete Anstieg der Erwerbslosen im Dezember ausblieb. Jetzt holt uns die Realität doch noch ein. Der Arbeitsmarkt entwickelt eine Dynamik, die einem den Atem raubt.
Heute habe ich mit einer Freundin telefoniert. Sie hat gerade ihre sechsmonatige Traineephase als Werbetexterin beendet und ihr Arbeitgeber, eine Agentur, hat sie in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen. Doch anders als ursprünglich verabredet muss sie ein halbes Jahr Probezeit bestehen. Dabei hatte die Agentur während der Traineephase genügend Zeit, die Qualitäten meiner Freundin schätzen zu lernen. Ihr Chef hat zugegeben, dass er das halbe Jahr Probezeit nur braucht, weil die Auftragslage so schwierig ist. Damit kommt meine Freundin insgesamt auf ein Jahr Probezeit, in dem sie kurzfristig kündbar ist. Andere Freunde von mir bekommen nur befristete Arbeitsplätze angeboten. Unter diesen Umständen ist es wichtig, zu wissen, wie ich mit geringem Einkommen überlebe.
Zunächst gibt es die gesetzliche Arbeitslosenversicherung. Jeder sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer und sein Arbeitgeber zahlen 6.5 Prozent des Bruttolohns ein. Die Höhe des Arbeitslosengeldes richtet sich nach dem zuvor erzielten Nettoeinkommen. Ein Arbeitsloser kann etwa 60 Prozent, wenn er Kinder hat, 67 Prozent seines durchschnittlichen Nettolohns erwarten. Das kann aber zu wenig sein, um laufende Kredite für ein Auto oder eine Wohnung abbezahlen zu können. Kann ich in so schwierigen Zeiten überhaupt Immobilien kaufen, ohne meine Existenz bei Arbeitslosigkeit zu gefährden?
Mittlerweile gibt es ein großes Angebot an privaten Arbeitslosenversicherungen. Entweder ich zahle einmalig eine Prämie oder laufende Abgaben. Was günstiger ist, richtet sich nach der Höhe eines Kredites. Oft bietet der Autohändler schon beim Kauf eines Wagens zusammen mit der Ratenzahlung eine Arbeitslosenversicherung an. Ich würde kaum eine Nacht ruhig schlafen, wenn ich eine Eigentumswohnung abbezahlen müsste und nicht wüsste, woher ich das Geld für die Raten nehmen sollte, wenn ich keine Arbeit habe. Mit viel Pech muss ich wegen drei Monaten Arbeitslosigkeit meine Wohnung völlig überstürzt verkaufen, obwohl ich nach kurzer Zeit wieder einen guten Job habe. Als meine Eltern vor bald dreißig Jahren ein Haus bauten, konnten sie sich noch auf ein sicheres Einkommen verlassen. Das kann ich leider nicht. Die einzige Möglichkeit, in guten Zeiten große Anschaffungen zu machen und trotzdem nicht jede Nacht vor Sorgen und Aufregung an der Bettdecke knabbern zu müssen, sehen ich darin, eine private Arbeitslosenrente abzuschließen.
Willkommen
22. Januar 2006 von vorsorger
Kategorie Vorsorge & Versicherung
Dyrk Scherff schreibt auf FAZ.net, dass die Rente nie wieder steigen wird. Er zitiert Adrian Ottnad vom privaten Institut für Wirtschaft und Gesellschaft (IWG) in Bonn:
“Wir werden in den nächsten 30 Jahren unter Berücksichtigung der Inflation, also real, keine Rentenerhöhungen mehr erleben. Wir müssen im Gegenteil mit einem Wertverlust rechnen.”
Auf meine Generation kommen schwierige Zeiten zu. Nur wenige Kinder kommen in Deutschland auf die Welt. Ein überschaubarer Teil der Kleinen wird eines Tages die Gruppe der Spitzenverdiener ausmachen. Die meisten von ihnen werden weniger in ihrer Lohntüte nach Hause tragen als ihre Eltern oder Großeltern. Auf einem Markt, der Arbeitskräfte nach Bedarf im- und exportiert, kann sich das deutsche hohe Lohnniveau wahrscheinlich nicht halten. Das bedeutet, dass auch weniger Geld in die Rentenkasse fließt. Wer arbeitslos ist, zahlt überhaupt nichts ein. Auch die zu erwartenden Preissteigerungen liefern ihren Beitrag zum Problem: Wann auch immer ich mein Arbeitsleben beende, ich werde mit meiner gesetzlichen Rente bestimmt kein Partyleben führen.
Und weil ich doch im Alter Spaß haben möchte, werde ich mich in der digitalen und analogen Welt nach Möglichkeiten umsehen. Schließlich möchte ich mit 75 zum VIVA-Musikantenstadl nach Ibiza reisen. Ihr könnte mich gern bei der Verwirklichung dieses Traums begleiten. Hier werde ich in Zukunft über Rente und Vorsorge berichten. Damit ich, wenn ich alt und runzlich bin, die eine Hälfte des Jahres in Abu Dhabi auf einer künstlichen Insel sitze und die restlichen Monate auf einem Kreuzfahrtschiff Karten spiele.
